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Achtung: Der Nikolaus hat 2018 leider keine Termine mehr frei!

Für das Jahr 2019 melden Sie sich bitte ab 15. Oktober 2019 hier auf der Wangemer Klosenseite an!

Die Schwäbische Zeitung

hat bereits mehrfach über die Wangemer Klose berichtet. Diese Berichte finden Sie hier:

Am 2.12.2006 berichtete die Schwäbische Zeitung über die "Wangemer Klosen"

Tradition - Brauch des Klosens hoch halten

WANGEN - Nächste Woche zieht der Nikolaus mit Gefolgschaft durch die Häuser und besucht artige und weniger artige Kinder. Die „Wangener Klosen“ sind eine von vielen Gruppierungen, die das Brauchtum seit vielen Jahren pflegen – und keinesfalls mit dem „Weihnachtsmann“ aus der Werbung verwechselt werden wollen.

Von unserer Mitarbeiterin Susi Weber

Nichts ist es mit rotem Teddymantel, Glitzerkutsche und atheistischem Hintergrund – zumindest nicht bei den „Wangener Klosen“, die seit über 30 Jahren bestehen. „Wir sind keine Weihnachtsmännle“, sagt Bernd Rothacker, „Klos“ aus Überzeugung und als Zunftmeister der Narrenzunft auch in anderer Brauchtums-Funktion bekannt. „Wir bringen die Botschaft des Heiligen Nikolaus und kommen als Bischof, Ruprecht und Krampus in die Häuser.“ „Wir“ das ist eine lose Gruppe 25 Gleichgesinnter, die sich am 5. und 6. Dezember aufmacht, um vom großen Heiligen zu erzählen, die guten und die „bösen“ Taten des Jahres aufzulisten, Geschenke zu bringen und Freude zu hinterlassen. „Wir sind alles Freiwillige“, erzählt Reinhold Schneller, „Kopf“ der „Wangener Klosen“. Eine Vergütung des Besuches wird nicht verlangt: „Wenn wir dennoch was erhalten, investieren wir es in die Neuanschaffung der Bekleidung oder stecken es in ein gemeinsames Abendessen.“

Geld ist nicht die Motivation

Geld ist nicht die Motivation der Gruppe. „Wir wollen einfach den Brauch des Klosens hochhalten“, betont Bernd Rothacker. Dazu gehört auch der Auftritt der wilden Gesellen Ruprecht und Krampus, die zwar die Rute mitführen, sie aber keinesfalls zur Züchtigung einsetzen. „Es ist interessant, wie bei den größten Lausbuben plötzlich Funkstille herrscht, wenn der Klos kommt“, schmunzelt Reinhold Schneller.

Bernd Rothacker weiß aber auch: „Wir können natürlich nicht ausbügeln, was in einem Jahr alles falsch gelaufen ist.“ Wert wird bei den Wangener Klosen auch darauf gelegt, dass die Besuchten nicht nur ein „Programm“ vermittelt bekommen, sondern mit Musik und Gesang oder dem Aufsagen eines Gedichts selbst aktiv werden und Atmosphäre schaffen: „So sollte so ein Besuch sein.“

Mussten die Klosen vor einiger Zeit noch gewaltig schleppen, beobachtet Rothacker zu seiner eigenen Freude in den vergangenen Jahren eine Rückbesinnung in Bezug auf Größe und Umfang der Geschenke – auch wenn es längst mehr ist als Äpfel, Mandarinen und Nüsse, die die „Wangener Klosen“ immer noch mit sich führen, auch für die „unangemeldeten“ Fälle, denen man unterwegs begegnet.

Roland Kuppek möchte sein „Klosendasein“ nicht missen: „Wenn du in die Kinderaugen schaust und sie leuchten siehst, hat das schon was.“ Manchmal gibt es für das Klosentrio noch ein selbst gemaltes Bild oder den Schnuller, der fortan ausgedient hat. „Wir versuchen wie viele andere hier in der Gegend, unsere Aufgabe mit Herz zu machen, uns von den leblosen Kaufhaus-Weihnachtsmännern zu distanzieren und bei Kindern ein Bild zu vermitteln, wie Nikolaus, Ruprecht und Krampus dem Glauben und der Tradition nach sind“, erläutert Rothacker. Vom „Klosentreiben“, das lange Zeit in den Dörfern und Städten ebenfalls in Mode gekommen ist, hält Rothacker nichts: „Wir wollen keine Kinder verdeffeln oder uns selbst verhauen lassen. Wir wollen zwei schöne Abende – und Freude bringen.“

Reinhold Schneller fügt hinzu: „Mit unserem Wirken möchten wir auch andere zum Nachdenken bringen und sie motivieren, etwas zu tun. Denn das Klosen in der breiten Masse, der traditionelle Besuch des Heiligen Nikolaus in den Familien, wird zunehmend weniger.“

Artikel: Susi Weber , Wangen

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Redakteurin Susi Weber schrieb am 03.12.2010:

Wangemer Klosen "Einen Weihnachtsmann haben wir nicht im Angebot!"

Wangen (swe) - Der Tradition fühlen sie sich ohne Wenn und Aber verpflichtet, das Brauchtum halten sie seit 30 Jahren hoch. Die 25 Männer der Wangemer Klosen sind eine von vielen Klosen-Gruppierungen. Erstmals wollen sie in diesem Jahr auch beim Weihnachtsmarkt am 4. Dezember durch die Straßen ziehen und - auf ihre Art und Wiese und ganz bewusst - Kontrastprogramm zum „Weihnachtsmann“ sein.

Das Wort Weihnachtsmann treibt Reinhold Schneller, einer der Köpfe der Wangemer Klosen, eine Mischung von Schweißperlen und Besorgnis auf die Stirn: „So etwas haben wir nicht im Angebot. Auch wenn wir immer und immer wieder danach gefragt werden.“ Den Klosen, die sich vor rund 30 Jahren aus Spaß an der Freud zusammengeschlossen haben und seither als Heiliger Nikolaus, Ruprecht und Krampus in die Häuser kommen, liegt viel am alten Brauch und mindestens genauso viel, ihn unverändert und vor allem fernab vom von Werbung und Kommerz angehauchten Gedanken weiterzutragen. „Immer wieder wird uns klar: Viele kennen das heute nicht mehr“, sagt Schneller. Und Klosen-Kollege Bruno Schöllhorn findet es schade, dass „es immer weniger Familien gibt, die dieses Erlebnis Nikolausabend mit der Gelegenheit der Zusammenkunft der ganzen Familie, Singen und musizieren um den Adventskranz und das wohlgemerkt kleine Grämle“ noch wollen.

Erstmals seit vielen, vielen Jahren werden die Wangemer Klosen deshalb am 4. Dezember ab 17 Uhr wieder durch die Stadt ziehen. „Wir wollen Präsenz zeigen und nicht unbedingt für uns, sondern für die Sache an sich werben“, erklärt Bernd Rothacker. Wer auf ein „Klosentreiben“ nach eher ostallgäuerischen Traditionen sucht, wird laut Rothacker enttäuscht werden: „Wir suchen nicht die Konfrontation mit den Massen, sondern das Spiel mit den Kindern. Im Westallgäu sind die ganz wilden Figuren nicht daheim und das Hauptaugenmerk ist auf den Heiligen Nikolaus gerichtet.“ Äpfel und Mandarinen, aus dem eigenen Käschen bezahlt, werden die Klosen im Sack haben. „Wie bei unseren Hausbesuchen braucht niemand vor uns Angst haben“, meint Rothacker: „Und vielleicht bemerkt der eine oder andere auch, dass wir nicht im Teddyfellmäntelchen unterwegs sind, sondere unsere Gewänder urig und traditionell sind.“

Info:

Weitere Informationen zu den Wangemer Klosen können unter www.nikolaus-wangen.de abgerufen werden. Dort finden sich auch Bilder, Intention der Klosen, ihre detaillierte Geschichte und Adressen und Telefonnummern für Kontakte. Die Wangemer Klosen gestalten auch die Nikolausfeier der Primisweilerner Kindergarten- und Schulkinder am 6. Dezember, 18 Uhr in der Aula der Schule mit. Gäste dazu sind willkommen.

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