Entstehung der Ausstellung
Der Schellenbue und die große Originalschelle der
von Korbflechtermeister Felix Schöllhorn in den 50ger Jahren gefertigt
Bereits kurz nach der gelungenen Ausstellung zum großen Narrentreffen 2000 in der Badstube reifte im damaligen Vizezunftmeister Bernd Rothacker der Wunsch nach einer dauernden Ausstellung zum Thema "Wangemer Fasnet". Narrenvater Bruno Schöllhorn nahm deshalb Kontakt mit Stadtarchivar Dr. Rainer Jensch auf um zu klären, ob eine solche Ausstellung im Rahmen des Heimatmuseums möglich wäre, stellt doch die Fasnet einen wichtigen und markanten Zeitraum im Jahresablauf der Wangemer Bürger dar.
Im Gespräch kam Dr. Jensch dann auf die Idee, das bisher wenig genutzte Dachgeschoß im Stadtmauergebäude über dem Käsereimuseum zu nutzen. Hier war bisher die Ausstellung "Vom Flachs zur Leinwand" untergebracht, deren Darstellung jedoch dringend eine Überarbeitung erforderte.
Auch die Oberbürgermeister Michael Lang stand der Idee offen gegenüber und gab vor zwei Jahren grünes Licht zur Ausarbeitung einer Konzeption für die "Narrenabteilung" in der Eselmühle. Nach mehreren Vorgesprächen begannen dann im Spätherbst 2004 einige Frauen, vor allem Petra Rothacker, Silvia Müller und Lisa Kuppek, Häser, Puppen und Utensilien im Museum aufzustellen und zusammen mit Dr. Jensch ein stimmiges Bild der Fasnet unter dem Dachgebälk zu erstellen. Auch die Geräte zur Leinenherstellung wurden perfekt integriert.
Nach einer "fasnachtsbedingten" Pause wurden dann im März 2005 die Figuren richtig positioniert und Dr. Jensch und Bruno Schöllhorn konnten sich über Texte und endgültige Ausgestaltung Gedanken machen. Die Textstelen wurden auf dem PC erstellt und auf Platten aufgezogen.
Aus dem Fundus der Wangemer Narrenzunft stammt das Bild vom "Bierkrieg 1911", mit dem während der Fasnet das Geschehen um die Bierpreiserhöhung von damals gezeigt wurde. Endlich fand dieses Bild einen ihm angemessenen Platz.
Und auch die aus dem Hause Mohr in der Herrenstraße stammenden geschnitzten Fenstereinfaßßungen können nun in einem sinnvollen Zusammenhang gezeigt werden. Letzte Hand an die Ausstellung wurde dann in den Tagen um Ostern gelegt. Immer wieder wurde für handwerkliche Arbeiten auch Hausmeister Heinz Stahl um Mithilfe gebeten.
In einem Pressegespräch am 29. März 05 wurde die Arbeit erstmals zur Betrachtung freigegeben und dem Oberbürgermeister, dem Altstadt- und Museumsverein und der Presse vorgestellt. Über die positiven reaktionen freuen wir uns sehr.
Allen an der Gestaltung Beteiligten ein herzliches Dankeschön!
