Gugelnarr
Seit 1998 gibt es den „neuen“ Flachsnarren in einer weiteren Variante. Statt des Kopftuchs trägt der Flachsnarr nun eine mittelalterliche Gugelhaube, die die übliche Kopfbedeckung der Bauern und Kleinbürger bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts war. Die Haube mit ihrer „Guckel“ schließt eng am Kopf an und fällt bis über die Schultern. Hier sind 17 messingene Schellen angebracht. Der Kreuzgurt entfällt dafür. An der Brust sind drei vornehme Schnupftücher befestigt. In der Hand trägt dieser neue Flachsnarr als Zeichen seiner Würde einen grünen Schirm mit gelber Kante und ein Narrenbuch.
Wichtigste Aufgabe des Gugelnarren ist das "Aufsagen". In seinem Narrenbuch sammelt der Gugelnarren närrische Begebenheiten des vergangenen Jahres, die er dann am Gumpigen Donnerstag in den Amtsstuben der Stadt vorträgt. So können der hohen Obrigkeit unter der Maske die "Leviten" verlesen werden.
Auch am Fasnetssonntag trägt der Gugelnarr seine Sprüche auf dem Marktplatz vor.
An Stelle des Narrenbuchs kann der Gugelnarr auch einen Korb mit sich führen, in dem er allerlei Leckeres wie Guetsle, aber auch Würste, Schnäpsle und Brezge mit sich führt, die er größzügig an die Zuschaer verteilt.


